Photobooth-Art: Kunstprojekte, Zitationen, Umwidmungen

taosuz

Taosuz is born from a collaboration between the two artists Tao and Suz. The aim of each artwork is the exploration of the values and principles of our modern society. In his collages, Tao combine photography, altered and recomposed images to provide a visual commentary on the humain condition evolution. Suz is born of a design school education. In her oil paints, she is inspired by the contemporary urban society.

Zusammen habe sie jetzt ein Streetart-Projekt gestartet, das uns naturgemäß interessiert: Photoautomat Artwork. Diese ironische Serie von Montagen versammelt jeweils ein Quartett photoautomatenähnlicher Aufnahmen von zwei Ikonen der Populärkultur, teilweise im Streifenlook, teilweise als Quadratfeld angelegt, manchmal auch noch einem kritischen, zynischen oder absurden Slogan versehen. Die Gesamtanmutung läßt einerseits an aktuelle Zigarettenschachteln mit ihrer lächerlichen Gesundheitswarnung unten, andererseits doch auch sehr stark an unsere guten Automatenstreifen denken.

Das ganze dann in (für Photostreifen) riesiger Größe plakatiert in Berlin. Und das sieht nicht nur nicht schlecht aus, die polemisch kombinierten Konterfeies entfalten durchaus auch eine Tiefenwirkung als kritische Bestandsaufnahme und Kommentierung der Hohlheit der Werbekultur, indem sie deren Ästhetik aufgreifen und gleichzeitig durch die Inadäquatheit der Slogans und auch der Paare an sich konterkarieren.
Gemeint sind sie als visuelle Stolperfallen, als Denkanstöße und Bewußtseinsschärfer.

The aim of each strip is to enhance people's awareness about a specific subject or an historical event,
[...] to highlight the absurdity of some aspects of our modern society.

taosuz also have a video, with Heisenberg aka Whalter White and Disney's Alice in Wonderland
meeting at the Photoautomat:

More Pictures on taosuz' website,
Facebook, or Twitter, or Instagram, or Tumblr, or Pinterest, or Webtapete.


Forthcoming Photoautomat Exhibition, opening will take place Friday 2th May at 8 pm,
Fränkelufer 28 (Kreuzberg). More Informationen on Facebook or ArtConnect.


 



Russische Clowns der Slava Snowshow im Photoautomaten-Fieber

Die russische Clownstruppe der Slava Snowshow, die im Winter 2013/14 den Berliner Admiralspalast bespielten, benutzen für ihre Promotion in Berlin unter anderem ein wirklich tolles PR-Photo, das am Photoautomaten geschossen wurde. Damit das ganze möglichst stilecht rüber kommt, wurde dafür der Automat an der Trabi-World in Berlin-Mitte (direkt bei diesem riesigen, unübersehbaren WELT-Heißluftballon) auserkoren:

Dessen Schaukasten ziert ein russischsprachiges Schild. Die bizarren Kostüme der Clowns, unser kerniger Automat und eine gute Ladung Farbeffekte per Photoshop ergaben zusammen ein äußerst farbenfrohes Ensemble, das Appetit auf mehr macht. Chapeau!

Macht Appetit auf mehr: Auf mehr Possen russischer Provenience und natürlich auf mehr Photostreifen!!


 



Julien Menand

Pacing in Europe for ten years, French artist Julien Menand has found home in photography and welcomes the viewer into this ambiguous world. Pleased to look at what escapes his gaze, to enter an image that is observed, he is constantly led to question what he sees and to seek what he could find beyond. These trompes-l'oeil involve the space of and in photography and question the essence of exhibiting: What is given to see when an artwork is shown? Looking for an absolute form of photography, Julien offers purely experimental photographic "views", captured on large and medium film format. But he's also a visual artist working with photoautomat strips as raw material.

Menand lives in Berlin, and that's where his project Einkapselung started. It consists of a large series of photoautomat-portraits of people having closed their eyes. He collected hundreds of them (and is still collecting more!), serving as material for later photo-installations, when he places the small photos in urban environments.

Einkapselung / Foto-automat collection started in 2010. Endless project.

See some examples of the collection as a Slideshow on Juliens Menands Site.

More Information and more Pictures on Julien Menand's Website,
at Cargocollective: Tuuli Photography, and an interview on ArtConnect, and a Portfolio (pdf)

If you want to be part of this project, you are welcome to stop at a booth, take a picture of yourself with closed eyes and meet him by sending him an email (julien.menand@gmail.com).


 



Beichtautomat "J'adore aglisia"

J'adore aglisia ist eine moderne Kombination aus Beichtstuhl und Fotoautomat. Der Titel ist sowohl Anspielung auf das bekannte Werbezitat "J'adore Dior" als auch Wortspiel mit dem Terminus 'église' (franz. Kirche). Der Begriff 'aglisia' ist ein Akronym aus den Anfangsbuchstaben der lateinischen Termina für die sieben Totsünden und damit ein ehrliches Bekenntnis zu einer neuen Glaubensrichtung, die besagt: Ich begehre die Sünde! Gegen eine kleine Benutzungsgebühr kann man sich hier von seinen Sünden erlösen lassen.

Nach dem Premierenauftritt auf dem Berliner Kunstsalon 2009 wurde die Installation J'adore aglisia im Mai 2013 erneut gezeigt und zwar im Schweizer Vögele Kulturzentrum in Pfäffikon. Dort fand eine Ausstellung unter dem Titel 'Verantwortung' statt.

aglisia

Der Begriff Verantwortung scheint uns allen klar zu sein, jeder und jede glaubt zu wissen, was er beinhaltet und niemand wird sich ohne weiteres als verantwortungslos bezeichnen. Doch was ist Verantwortung eigentlich genau, woraus besteht sie und wer trägt sie? Ausgangslage der Ausstellung ist die These, dass Verantwortung das Fluidum sei, das eine Zivilgesellschaft überhaupt erst ermögliche.

Regeln und Pflichten, aber auch Rechte und Freiheit des Individuums, das sich mit der Dimension seines Handelns auseinandersetzen muss, sollen anhand künstlerischen Positionen, konkreter Beispiele und philosophischer Modelle diskutiert werden. So stellt sich auch die Frage, was der Einzelne leisten kann, wenn sein Verhalten an seiner globalen Auswirkung und Verantwortung gemessen wird?

 

Site der Ausstellung "Verantwortung" in Pfäffikon

Ausführlichere Erläuterung der Installation (pdf)

Website von Designer Rafael Schmidt

Nonne